Ribiselschaumkuchen

Ribiselschaumkuchen: Sauer macht lustig

 

Pflückt das Mädchen Ribisel, zwick ich sie ins Knie bissel: Es ist Ribiselzeit. Eine säuerlich-fruchtige Zeit.
Eine Erinnerung an Omas Garten, der eine ganze Hecke davon bereit hielt und für ordentliche Zitronen-Gesichter sorgte, wenn man sie pflückte.

 

Meine Liebe zu den kleinen roten Beeren hält sich in Grenzen, denn während ich das säuerliche Aroma von reifen Zitronen liebe, kostet mich der pure Genuss von Ribiseln stets etwas Überwindung. Aber wer will denn schon den puren Genuss, wenn er eine süße Veredelung in Form eines Schaumkuchens haben kann? Genau. Ich nicht. Daher wurde eine liebe Kindheitserinnerung zum Leben erweckt.

 

Dieser Ribiselschaumkuchen hält die perfekte Waage zwischen sauer und lustig. Der knackige Boden, die Früchte und der süße Schaum ergeben ein Trio, das man nur zu gern vernascht.

 

Boden
180 g Mehl
1/2 Kaffeelöffel Backpulver
120 g kalte Butter
80 g Zucker
1 glücklicher Dotter
1 Prise Salz

 

Schaum
3 glückliche Eiklare
150 g Zucker (nach Geschmack)

 

Hauptdarsteller
500g Ribisel

 

Für den Boden die trockenen Zutaten verwengen und die kalte Butter in Stückchen abbröseln (ich mache das mit einem Messer, damit sie schön lange kalt bleibt) und zum Schluss schnell mit den Händen zu einem Mürbteig kneten. In Frischhaltefolie einwickeln und etwa 30 Minuten kalt stellen.

 

Dann den Ofen auf 200 Grad Ober- Unterhitze vorheizen und den Teig auf die Größe eines Backblechs ausrollen. Etwa 10 Minuten blind backen – also alleine, ohne allem – bis er am Rand etwas bräunlich wird. Dann gleich die Ribiseln drauf legen und den mit Zucker geschlagenen Schnee darüber streichen. Die Decke nochmals anzuckern, sonst wird sie zäh. Goldbraun überbacken. Dauert nochmals etwa 10 Minuten.
Nach dem Backen etwa 2 Stunden abkühlen lassen, bevor man ihn serviert.

 

Wer es etwas knackiger mag, probiert auch unsere sommerliche Beeren-Pavlova mit griechischem Joghurt.

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3 Comments
  • Angelika

    24. Juli 2015 at 6:18 Antworten

    Und warum fallt mein Schaum nach einer halben Stunde von superhoch immer auf extrem niedrig zamm?
    Danke und lg aus dem Weinviertel!
    Angelika

    • Eva

      25. Juli 2015 at 9:14 Antworten

      Liebe Angelika, der Schaum muss schön glänzen und sollte nicht überschlagen werden. Etwas sinkt er nach dem auskühlen im Laufe des Tages ab, aber im Grunde bleibt die Backhöhe erhalten … das Eiweiß sollte beim Backen auch nicht wirklich aufgehen , sondern bloß bräunen. Unter Umständen kannst Du zum Schluss etwas Maisstärke drübersieben und vorsichtig unterheben, das sollte Standfestigkeit garantieren. Alles Liebe, Eva

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